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Tales v2-19 16-17

Gespenst

Als Gespenst oder Geist bezeichnet der Volksglaube ein meist unkörperliches, häufig mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattetes, aber zugleich mit menschlichen Eigenschaften versehenes Wesen.

Allgemeine Beschreibung Bearbeiten

Gespenster gibt es in der Vorstellungswelt verschiedener Kulturen. Gespenster sind im engeren Sinne des Wortes Totengeister. Gespenster sollen als nebelhafte durchsichtige, angedeutet menschlicher Gestalt erscheinen. Bis heute gibt es keine eindeutigen Beweise für die Existenz von Gespenstern. Allerdings gibt es noch heute indigene Völker, die an die Existenz von Naturgeistern glauben.

Die Existenz von Gespenstern wird aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht anerkannt; jedoch werden Gespenster aus psychologischer Sicht als Phänomene gedeutet, die in der Einbildung der Wahrnehmenden vorhanden ist. Mediziner führen angebliche Sichtungen von Gespenstern als Folge falscher Verarbeitungen der Sinnesreize im Gehirn zurück.

Geschichten von Gespenstern sind in allen Kulturkreisen bekannt und viele Arten von Gespenstern werden beschrieben. Viele Geschichten erzählen von Geistern, die aus bestimmten Gründen den Lebenden erscheinen oder in alten Häusern, Schlössern, Friedhöfe oder bestimmte Gegenden spuken. Eines der populärsten Spukschlösser ist der Tower von London. Man erzählt sich, dass dort der Geist von Anne Boleyn, der zweiten Ehefrau des englischen Königs Heinrich VIII., spuken soll, da sie wegen angeblichen Ehebruchs und Hexerei enthauptet wurde.

So erscheinen Geister den Lebenden, um ihnen was Wichtiges mitzuteilen, wie z.B. wo sie dereinst verscharrt wurden. Man erzählt sich sogar von Geistern, die nicht mal wissen, dass sie tot sind. Die meisten Geister sind dazu verurteilt zu spuken, weil sie für ihre früheren Übeltaten bestraft wurden und hoffen, ihre Sünden von einst wiedergutzumachen. Auch Rache ist ein Grund für Geisterspuk, weil sie z.B. dereinst durch ein schweres Unrecht ums Leben gekommen sind. Manche Geister kommen in die Welt der Lebenden zurück, um einen Auftrag zu erledigen. Es gibt sogar Erzählungen von Geistern, die jemanden vor einem schlimmen Ereignis, wie einem tödlichen Unfall oder einer Katastrophe, warnen wollen. Es gibt sogar Erzählungen von Tiergeistern und von Gespensterschiffen.

Von Poltergeistern erzählt man sich, dass sie gerne den Bewohnern der Häuser, die sie heimsuchen, Streiche spielen, doch die Streiche können von harmlos zu gewalttätig umschlagen.

In fernöstlichen Ländern wie Japan und Indonesien ist der Glaube an Geister noch gefestigt. So finden jährlich Feste und Rituale statt, um böse Geister zu vertreiben und gute Geister zu rufen.

Berichte über angebliche Geistersichtungen oder sonstigen Spuk wurden und werden kritisch betrachtet. So soll die Familie Lutz im Jahr 1975 aus ihrem großen Haus in Amityville, Long Island, durch Gespenstererscheinungen vertrieben worden sein. Die Tatsache, dass im Jahr 1974 der damals dreiundzwanzigjährige Ronald DeFeo dort seine gesamte Familie erschoss, trug zur Geschichte des Spukes bei. Obwohl man den Wahrheitsgehalt der Spukgeschichte anzweifelte, wurde sie 1979 erfolgreich unter dem Titel The Amityville Horror verfilmt; ein Remake folgte im Jahr 2005. 1981 soll ein Gespenst, genannt "Chopper", in der Zahnarztpraxis von Kurt Bachseitz in Neutraubling gespukt haben. Jedoch wurde der Spuk im Jahr 1982 als vom Zahnarzt, dessen Ehefrau und dem angeblichen Opfer Claudia Judemann inszenierter Schwindel entlarvt.

Auch in der Klassischen Literatur spielen Geister und Gespenster eine besondere Rolle, wie z.B. in der Erzählung Die Sage von der schläfrigen Schlucht (orig.: The Legend of Sleepy Hollow) (1828) von Washington Irving, der Erzählung Eine Weihnachtsgeschichte (orig. A Christmas Carol) (1843) von Charles Dickens, diversen Erzählungen von Edgar Allan Poe, Das Gespenst von Canterville (1887) von Oscar Wilde und der Novelle Der Schimmelreiter (1888) von Theodor Storm. Bekannte Kinderbücher zum Thema Geister und Gespenster sind unter anderem Das kleine Gespenst von Otfried Preußler oder die Gespensterjäger-Reihe von Cornelia Funke.

Die Filmindustrie verarbeitete sehr oft die Thematik Geister und Gespenster, wie z.B. die Filme Bis das Blut gefriert (1963), Shining (1980), Poltergeist (1982) und Paranormal Activity (2007). Bekannte humoristische Umsetzungen des Themas sind die Ghostbusters-Kinofilme, wo ein Team aus Parawissenschaftlern mit Protonenstrahlern und Geisterfallen auf Geisterjagd gehen, und die klassische Cartoon-Franchise Scooby Doo, in welcher die dort erscheinenden Geister sich meist nur als verkleidete Kriminelle entpuppen. Die Fantasykomödie Ghost – Nachricht von Sam (1990) erzählt die Geschichte eines Mannes, der Opfer eines Mordes wird und nun als Geist versucht, seine Geliebte zu beschützen.

Noch heute gibt es Leute, die an die Existenz von Geistern glauben, ja sogar behaupten, mit ihnen in Kontakt zu stehen.

Gespenster in TMNT Bearbeiten

Mirage Comics Bearbeiten

Archie Comics Bearbeiten

IDW Comics Bearbeiten

  • Als Leonardo in den IDW Comics unter der magischen Gehirnwäsche der Hexe Kitsune steht, erscheint ihm der Geist von Tang Shen, seine Mutter aus seinem früherem Leben, um ihn von seinem Bann zu befreien und ihn wieder zurück in die Familie zu führen.[3] Sie erscheint auch Donatello, als dieser zwischen Leben und Tod schwebt, und verhilft ihm wieder zum Lebenswillen zurück.[4]
  • In der Crossovergeschichte TMNT/Ghostbusters geraten die Turtles in einem New York einer Parallelwelt, das von Gespenstern geplagt wird, und stoßen auf die Ghostbusters.

Cartoonserie (1987) Bearbeiten

Cartoonserie (2003) Bearbeiten

  • Bei einigen Gelegenheiten gelingt es Splinter, mit dem Geist seines alten Meisters Hamato Yoshi Kontakt aufzunehmen, und dieser taucht auch auf, um den Tengu Shredder endgültig zu besiegen.[5]

Animationsserie (2012)Bearbeiten

  • In der 2012 CGI-Serie erhalten die Turtles mit dem zur Fleischlosigkeit verfluchten Zauberer Ho Chan ihren ersten geisterhaften Widersacher.[6]
  • Nach seinem Absturz in die Tiefen der Unterstadt wird der verletzte Splinter vom Geist des Rattenkönigs geplagt.[7]
  • Nach seinem Tod[8] erscheint Splinter seinem Sohn Leonardo, um ihm in verzweifelten Momenten Mut zu machen.[9]
  • Im Zuge von Kavaxas' versuchter Invasion der Erde aus den Tiefen der Unterwelt kehrt der kurz zuvor vom Dämonen getötete Ninja Hattori Tatsu ebenfalls kurzzeitig als Geist zurück. Der Geist von Splinter erscheint, um seiner Familie und seinen Freunden im Kampf beizustehen. Nachdem die Stadt gerettet ist, verabschiedet sich Splinter ein letztes Mal von seiner Familie und kehrt dann wieder ins Jenseits zurück.[10]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tales of TMNT Vol.1 #4
  2. "Cold, Cold Ice"
  3. "City Fall" #4, #5, #6 und #7; "Northampton" #2
  4. "Vengeance" #1
  5. "Enter the Dragons - Part 2"
  6. "A Chinatown Ghost Story"
  7. "Darkest Plight"
  8. "Requiem"
  9. "Owari", "Scroll of the Demodragon" und "End Times"
  10. "End Times"

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