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Diese Seite enthält eine kurze Beschreibung der Waffen, welche von den Turtles und anderen Kämpfern in der Teenage Mutant Ninja Turtles-Franchise benutzt werden.

Die Waffen der TurtlesBearbeiten

KatanaBearbeiten

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Leonardo mit seinen Katanas

Ein japanisches, einschneidiges Langschwert, das im 15. Jahrhundert aus dem noch längeren Tachi hervorging. Es wird für gewöhnlich zusammen mit dem Wakizashi (Kurzschwert) getragen; die Kombination beider Waffen wird Daisho genannt.

Ein Katana wurde für gewöhnlich mit einer leicht gekrümmten Klinge hergestellt. Heutzutage wertet man die Katanas als den Gipfel der japanischen Schwertschmiedekunst, weil bei ihrer Herstellung besonders große Sorgfalt benutzt wurde, und das Katana war die Statuswaffe der japanischen Samurai. Keine andere Klasse durfte diese Waffen führen, und ein unrechtmäßiges Tragen konnte augenblicklich mit dem Tode bestraft werden.

Leonardos Schwerter werden für gewöhnlich Katanas genannt; aufgrund ihrer geraden Klingen und ihrer quadratischen Tsubas (Handschutzscheiben) sind sie in einigen Versionen technisch gesehen jedoch als Ninja-to zu bewerten, eine Schwertform, die besonders in moderneren Zeiten mit den Ninja assoziiert wird. Ob jene Schwertform allerdings wirklich existiert hat, ist bis heute umstritten.

Länge: ca. 100cm

Für detailierte Angaben, siehe Wikipedia: Katana.

SaiBearbeiten

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Raphael mit seinen Sai

Sai sind kurze dreizackige Waffen, die für gewöhnlich paarweise geführt werden. Sie bestehen aus massiven Eisenstäben und sind besonders markant durch die beiden seitlichen Zinken, die wesentlich kürzer sind als die zentrale Spitze.

Sai werden aufgrund ihrer stabilen Konstruktion bevorzugt als Paradewaffen eingesetzt; ihre Zinken dienen auch dazu, eine gegnerische Waffe - besonders Schwerter - durch geschickte Manöver einzufangen und sie festzuklemmen oder dem Gegner zu entreißen. Sai können auch als Angriffswaffen benutzt werden, entweder zum Schlagen (mit dem Knauf oder der Zentralstange), zum Stechen (klassische Sai haben scharfe Spitzen, moderne Sportsai nicht) oder auch als Wurfwaffe. Entgegen mancher fiktiven Darstellungen besitzen Sai normalerweise keine Klinge, können also daher nicht zum Schneiden benutzt werden.

Sai wurden ursprünglich in der Technik des Kobudō verwendet, einer Kampfkunst, die sich im Gebrauch von Bauern- und Arbeitswerkzeugen als Waffen befasst und auf der Insel Okinawa entwickelt wurde, angeblich weil den Bauern nach der japanischen Okkupation das Tragen und der Besitz von Waffen verboten worden war. Ob dies jedoch tatsächlich die Entwicklung dieses Stils begründet hat, ist bis heute umstritten. Es wird vermutet, dass Kobudō (genau wie das aus Okinawa bekanntere Karate) ursprünglich chinesische Wurzeln hat.

Länge: ca. 50cm

Für detailierte Angaben, siehe Wikipedia: Sai.

NunchakuBearbeiten

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Michelangelo mit seinen Nunchakus

Nunchakus bestehen aus zwei kurzen, für gewöhnlich sechs- oder achtkantigen Hartholzstöcken (moderne Varianten haben mitunter auch einen runden Querschnitt), die mit einer kurzen Kette miteinander verbunden sind. Sie werden primär als Schlagwaffe gebraucht, können aber auch zum Stoßen (mit beiden Hölzern in der Hand), Würgen oder zum Binden einer gegnerischen Waffe verwendet werden. Aufgrund ihrer Flexibilität sind sie auch leicht in der Lage, sich um eine parierende Waffe zu wickeln und einen Gegner trotzdem zu treffen.

Nunchakus wurden, genau wie Sai, ursprünglich in der Technik des Kobudō verwendet. Sie entwickelten sich aus Dreschflegeln; eine mit ihm verwandte Waffe ist der Drei-Glieder-Stab. In Deutschland werden diese Waffen als Würgewaffen klassifiziert und sind daher nach deutschem Recht verboten.

Länge: ca. 70-75cm

Für detailierte Angaben, siehe Wikipedia: Nunchaku

BoBearbeiten

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Donatello mit seinem Bo

Ein Bo ist essentiell ein langer Stab aus Hartholz (moderne Versionen bestehen auch aus Kunststoff, Metall oder Rattan) mit einer Dicke von etwa 2,5 bis 3cm. Er wird immer mit zwei Händen geführt.

Bos wurden, genau wie Sai und Nunchaku, ursprünglich in der Technik des Kobudō verwendet. Sie entwickelten sich aus dem einfachen Wanderstab. Da sie unauffällig und dennoch sehr effektiv waren, waren sie wahrscheinlich auch sehr häufig von Ninjas geführte Waffen, wenn sie sich in Verkleidung befanden.

Länge: ca. 180cm

Für detailierte Angaben, siehe Wikipedia: Bō.

ShurikenBearbeiten

Unter dem Begriff 'Shuriken' versteht man in modernen Zeiten für gewöhnlich die berühmten Wurfsterne; in Wirklichkeit war der Name jedoch mehr ein Sammelbegriff für kleine, scharfe oder spitze Wurfgeschosse in den verschiedensten Formen, wie Wurfpfeile, -messer oder spezielle Nadeln. Dazu waren Shuriken im Gegensatz zu heutigen populären Darstellungen keine "reinen" Ninja-Waffen; auch Samurai griffen auf diese Wurfklingen als Notfallwaffe zurück.

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Shuriken

Shuriken konnten leicht am Körper verborgen werden (Nadeln wurden oft auch als Haarnadeln getragen), waren entgegen vieler heutiger Darstellungen jedoch keine an sich tödlichen Waffen, da ihnen (bis vielleicht auf Messer) meist die Masse und der Schwerpunkt fehlten, um wirklich tiefe Verletzungen zuzufügen. Sie wurden meist nur benutzt, um einen Gegner abzulenken und zu verwirren, da dieser sich instinktiv gegen die kleinen Geschosse zu schützen versuchte. Die Spitzen wurden manchmal aber auch mit Gift oder Kot eingestrichen, um sie noch gefährlicher werden zu lassen.

Wurfsterne sind in Deutschland trotz ihrer fehlenden praktischen Gefährlichkeit laut Waffengesetz verboten.

Tekagi-ShukoBearbeiten

Tekagi-Shuko - auch als Tekagi, Shuko oder Nekode bekannt - sind über die Hand stülpbare und ans Handgelenk schnallbare Ringe aus Eisen. In der Innenfläche der Handringe befinden sich in der Regel drei oder vier kurze, spitze Zinken. Tekagi-Shuko werden für gewöhnlich als Kletterhilfen eingesetzt, indem man die Zinken entweder in eine Spalte treibt oder in weicheren Materialien festkrallt und sich dann hochzieht. Tekagi-Shuko können auch als Waffen eingesetzt werden, entweder defensiv (indem man eine Schwertklinge mit der Ringsektion abfängt) oder offensiv (indem man den Gegner mit den Zinken kratzt oder schlägt).

Tekko-KagiBearbeiten

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Tekko-Kagi

Eine verwandte Form der Tekagi-Shuko, an denen die Klauen nicht innerhalb der Handfläche, sondern am Handrücken befestigt waren. Dies erlaubte bessere Anwendungen im Nahkampf als auch eine größere Länge der Klauen, die sie somit zu sehr effektiven Waffen in corps-à-corps-Gefechten machten, in denen die längeren Schwerter der Samurai nicht effektiv eingesetzt werden konnten.

In der TMNT-Franchise ist der Shredder für den Gebrauch von Handklauen berüchtigt, die auf den Tekko-Kagi basiert sein könnten.

Andere WaffenBearbeiten

KamaBearbeiten

Eine Kama ist eine einfache japanische Sichel, deren Klinge im Gegensatz zu ihrem westlichen Gegenstück nicht übermäßig gebogen ist und rechtwinklig vom Griff absteht. Als Bauernwerkzeug praktisch überall zu sehen, wurde die Kama auch von Ninjas bei Geheimmissionen offen getragen, sofern sie sich als Bauern verkleidet hatten. Kamas wurden auch in Kombination mit einer Kette als Kusari-gama verwendet (siehe unten).

Ketten- und SeilwaffenBearbeiten

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Eine Kusari-Gama

Die Ninjas benutzten auch beschwerte Seile und Ketten als Waffen, da diese sich leicht tragen ließen und eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen konnten. An einem oder beiden Enden wurden solche Waffen mit einem Gewicht versehen, dessen Masse etwa der der Schnur oder Kette entsprach. Man benutzte sie nicht nur zum Zuschlagen oder Würgen, sondern auch, um die Waffe eines Gegners einzufangen und sie ihm zu entreißen, oder (wenn sie lang genug war) einen Gegner teilweise zu fesseln und damit seine Kampffähigkeit zu behindern.

Folgende Ketten- und Seilwaffen werden den Ninja zugeordnet:

  • Manriki-gusari (auch Kusarifundo) ist eine an beiden Enden beschwerte Kette von etwa einen Meter Länge. Sie konnte nicht nur im Nahkampf geführt, sondern auch wie eine Bola geworfen werden.
  • Kusari-gama, eine Kombination aus einer Kama und einer an einem Ende beschwerten Kette (Kusari).
  • Kyogetsu-shogi, eine Waffe ähnlich der Kusari-gama; jedoch bestand sie aus einem mit einem Metallring beschwerten Seil, das an einem Dolch mit einer zusätzlichen Hakenklinge befestigt war.
  • Kaginawa oder auch Kawanaga, im Grunde nichts weiteres als ein Seil mit Greifhaken, welches nicht nur von Ninja, sondern auch von Samurai und einfachen Soldaten bei Belagerungen benutzt wurde. Die Waffe ist besonders durch die 1987iger Zeichentrickserie bekannt, in deren späteren Hälfte Michelangelo öfters auf sie zurückgreift. (Der Grund für diese Änderung war die Gefahr, die die Produzenten in der Suggestionen für Kinder im Gebrauch eines Nunchaku sahen).
  • Shinobi-zue ist ein recht allgemeiner Name für ausgehöhlte Holz- oder Bambusstöcke, in deren Inneren eine beschwerte Kette verborgen war.

TetsubishiBearbeiten

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Metallene Testubishi

Tetsubishi (im Deutschen Krähenfüße, im Englischen Caltrops; kollektiv eigentlich Makibishi genannt) sind kleine, in der Regel vierzinkige eiserne Stachelgebilde, die benutzt wurden, um einen Gegner aufzuhalten, indem man sie auf dem Boden ausstreute; ihr Design bewirkte, dass (je nach Konstruktion) immer mindestens eine ihrer Spitzen nach oben zeigte. Trat ein Verfolger auf einen Tetsubishi, bohrte sich die aufragende Spitze durch das Schuhwerk (im alten Japan waren dies für gewöhnlich leichte Strohsandalen) und machte ihn damit fußlahm. Manchesmal wurden die Spitzen aber auch mit Gift bestrichen, um einen Verfolger permanent aus dem Weg zu räumen.

Die Ninja benutzten aber nicht nur metallene, sondern auch natürlich gewachsene Makibishi, welche sie aus getrockneten Bucheckern oder Wassernüssen gewannen und die für ihre Ära genauso effektiv waren.

MetsubishiBearbeiten

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Diverse Metsubishi-Waffen

Metsubishi ist ein Pulver, das zur Blendung von Angreifern benutzt wurde, indem man es ihm ins Gesicht schleuderte oder blies. Es konnte aus jeder feinkörnigen, die Augen reizenden Substanz hergestellt und/oder zusammengemischt werden: Sand, gemahlener Pfeffer, feines Reismehl, Asche und dergleichen.

Metsubishi konnte auf eine Reihe von Wegen ins Ziel gebracht werden: lose in der Hand, in Granaten aus Eierschalen, Nußschalen oder Papier aufbewahrt, in Blasrohren oder speziell angefertigten Blasmundstücken (die oft ebenfalls "Metsubishi" genannt wurden). Entgegen populärer Vorstellungen wurden Blendpulver allerdings nicht nur von Ninjas benutzt; auch Ordnungshüter im alten Japan machen Gebrauch davon, wenn es darum ging, einen Flüchtigen lebend zu schnappen.

Sprengstoffe und GranatenBearbeiten

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Die Herstellung von Ninja-Rauchbomben (2012 Serie)

Ninja sind vor allem auch für den massiven Gebrauch von Granaten bekannt, meist zur Deckung ihres Rückzugs. Solche Granaten wurden meist aus Papier oder Eierschalen gefertigt und enthielten entweder Blendpulver (Metsubishi; siehe oben), Blitzpulver oder Rauch erzeugende Pulver. Solche Granaten waren meist zu schwach, um einen Gegner vollständig außer Gefecht zu setzen, daher wurde besonders auf den Überraschungseffekt und die abergläubische Furcht der Gegner vor den Ninja, welcher letzterer durch andere Tricks noch zusätzliche Nahrung gaben, gesetzt.

Seit der offiziellen Einführung von Schießpulver während des 16. Jahrhunderts benutzten die Ninja diese neue Waffe auch für ihre Zwecke. Im Gegensatz zu den Samurai, die den Gebrauch von Schusswaffen generell als unehrenhaft ansahen (was aber solche Kriegsherren wie Oda Nobunaga nicht daran hinderte, sie in Massen auf dem offenen Schlachtfeld einzusetzen), waren die Ninja pragmatisch genug, um das Schwarzpulver in ihr Arsenal aufzunehmen.

Ninja gehören zu den ersten Einheiten, die in der Militärgeschichte der Menschheit gezielt Landminen (sogenannte Jirai) einsetzten. Auch eher harmlose Feuerwerkskracher (Torinoko) wurden eingesetzt, um einen Feind durch die plötzliche Lautentwicklung zu verängstigen.

Siehe auchBearbeiten

1987 Serie

2012 Serie und New Animated Adventures

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