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Telekinese

Telekinese (von altgriechisch: τῆλε tēle = "fern" und κίνησις kínēsis = "Bewegung"), auch bekannt als Psychokinese, ist die Fähigkeit, durch die Kraft des Geistes Gegenstände zu bewegen oder Bewegungen in Gegenständen zu bewirken.

Begriffe Bearbeiten

Im Bereich Telekinese bzw. Psychokinese sind weitere, wenn auch seltene, Begriffe bekannt:

  • Pyrokinese: Die Fähigkeit, mit Gedankenkraft Feuer zu entzünden oder gar Feuer zu kontrollieren.
  • Kryokinese: Die Fähigkeit, mit Gedankenkraft Wasser zu gefrieren.
  • Aerokinese: Die Fähigkeit, mit Gedankenkraft Luft zu beeinflussen.
  • Ferrokinese: Die Fähigkeit, mit Gedanken magnetisch beeinflussbare Metalle zu steuern.
  • Biokinese: Die Fähigkeit, mit Gedanken biologische Systeme zu beeinflussen.
  • Levitation: Die Fähigkeit, sich und andere mit Gedankenkraft zum Schweben zu bringen.

Geschichte und Forschung Bearbeiten

Edouard Isidore Buguet PK

Édouard Isidore Buguet mit seinem vorgetäuschten Telekinese-Trick (1875)

Seit Hunderten von Jahren gibt es Erzählungen über telekinetische Kräfte. Allerdings erwiesen sich die übernatürlichen Vorkommnisse im 18. und 19. Jahrhundert sehr oft als Bühnenmagie oder einfach nur als Künste der Illusion. So zeigt ein Foto aus dem Jahr 1875, wie der Franzose Édouard Isidore Buguet (1840-1901) einen Stuhl zum Schweben bringt, was sich jedoch als fotografischer Schwindel herausstellte.

Daniel Dunglas Home (1833-1886) machte sich als Zauberkünstler und spiritistisches Medium einen großen Namen. So führte er vor Zuschauern scheinbar paranormaler Kunststücke wie z. B. Levitation von Personen und Gegenständen, Feuerunempfindlichkeit und Sinnestäuschungen vor. Doch nach seinem Tod wurden seine Kunststücke als Bühnenmagie entlarvt.

Während und nach der Jahrhundertwende wurde der Spiritismus populär, wo angebliche Medien behaupteten, Kontakte mit Verstorbenen zu haben oder gar mit dem Jenseits in Verbindung zu stehen. Als Beweise führten sie vor, wie Tische anfingen zu schweben als Zeichen für die Anwesenheit von Geistern oder gar übernatürlichen Mächten. Skeptiker, wie der Zauberkünstler Harry Houdini (1874-1926), entlarvten telekinetische Vorkommnisse als Schwindel, die nur dazu dienten, leichtgläubige Leute auszunehmen.

In der Zeit des Kalten Krieges wurde in der damaligen Sowjetunion die Russin Nina Kulagina (1926-1990) für ihre angeblichen psychokinetischen Fähigkeiten berühmt. Schwarzweiß-Stummfilme zeigen, wie Nina Kulagina diverse (metallische und nicht metallische) Objekte auf einem Tisch bewegte, ohne sie zu berühren. Ihr bekanntestes Experiment war, einen Tischtennisball an einer Feder erst nach unten und dann in eine Ecke rollen zu lassen. Es wurde später berichtet, sie hätte mit der Konzentration ihrer Gedanken einen Frosch getötet, indem sie sein Herz zum Stillstand gebracht hatte. Die Echtheit der Aufnahmen von Nina Kulaginas psychokinetischen Fähigkeiten wird nach wie vor angezweifelt.

Die Parapsychologie beschäftigt sich mit der Suche nach Belegen für Telekinese, aber bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz von Telekinese. Noch heute gibt es Künstler, die von sich behaupten, übersinnliche Kräfte zu besitzen, wie z.B. der israelische Zauberkünstler Uri Geller.

Telekinese in der Literatur und der Populärkultur Bearbeiten

Star Wars XP Fay

Jedi-Meisterin Fay bei der Verwendung eines telekinetischen Angriffs[1]

Das Thema Telekinese ging in die Literatur und die Populärkultur ein.
  • In der US-amerikanischen Sitcom Mein Onkel vom Mars (1963-1966) hat der Außerirdische Martin unter anderen die Fähigkeit, Dinge zu bewegen, indem er auf sie zeigt.
  • 1973 veröffentlichte der US-amerikanische Autor Peter Van Greenaway (1929-1988) seinen Roman Der Schrecken der Medusa (orig.: The Medusa Touch), in der die Geschichte eines misanthropischen Schriftstellers erzählt wird, der durch einen Anschlag ins Koma fällt, aber im Unterbewusstsein seine telekinetischen Kräfte für zerstörerische Zwecke einsetzen kann. Das Buch wurde 1978 mit Richard Burton in der Hauptrolle verfilmt.
  • 1974 veröffentlichte der US-amerikanische Autor Stephen King den Roman Carrie, in der die Geschichte der jungen verstörten Carrie White erzählt wird. Carrie ist den Hänseleien ihrer Mitschüler hilflos ausgeliefert, bis sie telekinetische Kräfte entwickelt und sich dann grausam für all die erlittenen Schmerzen und Demütigungen rächt. Das Werk wurde mehrfach verfilmt (1976, 2002 und 2013).
  • 1980 veröffentlichte Stephen King den Roman Firestarter (dtsch.: Feuerkind), in der die Geschichte der kleinen Charlene "Charlie" McGee erzählt wird, die von Geburt an über pyrokinetische Kräfte verfügt, während ihre Eltern aufgrund einer früheren Teilnahme an Drogenexperimenten einer dubiosen Firma aus ihrer Collegezeit nur über geringe psychokinetische Kräfte verfügen. Das Buch wurde 1984 unter dem Titel Der Feuerteufel verfilmt, mit dem damaligen Kinderstar Drew Barrymore in der Hauptrolle.
  • In den Star Wars-Filmen haben die Jedi-Ritter die Fähigkeit, durch die Macht mental Gegenstände zu bewegen.
  • 2004 veröffentlichte der deutsche Schriftsteller Andreas Eschbach den Jugendroman Die seltene Gabe, wo die Geschichte des jugendlichen Telekineten Armand Duprée erzählt wird, der auf seiner Flucht die etwa gleichaltrige Marie als Geisel mitnimmt.
  • In verschiedenen Comics, Filmen und TV-Serien treten Charaktere mit telekinetischen Fähigkeiten auf, wie die Mutantin Jean Grey (Marvel Comics), The Doctor (Doctor Who), Prue Halliwell (Charmed – Zauberhafte Hexen), Peter Petrelli und Sylar (Heroes) und Chase Davenport (S3 – Stark, Schnell, Schlau).

Telekinese in TMNT Bearbeiten

Zu den Charakteren in der TMNT-Franchise, die Telekinese verwenden können, zählen unter anderem:

Siehe auch Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Star Wars Republic #53: "Blast Radius" (Dark Horse, 2003)
  2. "Four Turtles and A Baby"
  3. "Battle for New York - Part 1"
  4. "End Times"

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