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TMNT12 Rahzar

Werwolf

Ein Werwolf, auch bekannt als Lykantroph (vom griechischen λυκάνθρωπος: "Wolfmensch"), ist ein Mensch, der sich im Volksglauben in einen Wolf oder ein wolfähnliches Wesen verwandeln kann.

In der MythologieBearbeiten

Der Glauben an Werwölfe entstammt aus der europäischen Folklore, und die ersten Beschreibungen reichen bis ins antike Griechenland zurück. Jedoch erst im Mittelalter erreichte dieser Volksglauben seine "Blüte", besonders im Zusammenhang der christlichen Missionierungen und der Hexenverfolgungen jener Zeit. Eine weitere wahrscheinliche Wurzel für diesen Glauben liegt in den Zeiten der Völkerwanderung, in welcher von verschiedenen Völkern Ritualtänze abgehalten wurden, bei denen sich die beteiligten Krieger in Felle und anderen Körperteilen von Tieren hüllten; dies fand besonders in der Verehrung von nordischen Göttern wie Wotan (Odin) Verbreitung.

Lucas Cranach Werwolf

"Werwolf". Holzschnitt von Lucas Cranach der Ältere (1512)

Der Werwolf in der antiken Literatur wurde meistens als ein Angehöriger eines bestimmten Volksstammes dargestellt, die sich periodisch in Wölfe verwandelten (die Neuri in Herodots Histories) oder besonders gottlose Individuen, die die Götter herausgefordert hatten und dafür zur Strafe in Wölfe verwandelt wurden; z.B. Pausanias' Lykaon.

Im mittelalterlichen Europa hielt sich die Werwolf-Mythologie vor allen in den nordischen Regionen, insbesondere in den dort verbreiteten Sagas über die Úlfhednar, Berserker, die sich in Wolfpelze hüllten, um sich die Kraft des Tieres im Kampf zunutze zu machen. Der deutsche Begriff "Werwolf" wurde zuerst von Burchard von Worms im 11. Jahrhundert gepägt.

In den meisten historischen Berichten über Werwolfangriffe stehen besonders brutale Morde und/oder Kannibalismus mit im Spiel. Zu einem der berüchtigsten dokumentierten Fälle gehört die Bestie vom Gévaudan, die von 1764 bis 1767 das Département Lozère (Gebiet Lozère) unsicher machte und der zwischen 80 und 100 Opfern zugesprochen werden.

CharakteristikaBearbeiten

Werwölfe gibt es in verschiedenen Formen mit ebenso verschiedenen Eigenschaften. In der heute gebräuchlichsten Version, die vor allem durch das Horror-Genre allgemeine Verbreitung findet, wird der Werwolf allgemein als ein verfluchter Mensch beschrieben, der seine Krankheit durch einen Biss an seine Opfer weitergibt. Andere Versionen beschreiben Werwölfe, die eine Projektion der Seele des betroffenen Menschen seien, andere ein dem Menschen vertrautes Wesen, welches den Werwolf verkörpert.

Neben der Horror-Version, in der sich der Mensch durch den Einfluss eines vollen Mondes in seine Werform verwandelt, gibt es noch weitere Methoden, Wolfsgestalt anzunehmen:

  • Das Anlegen eines Wolfpelzes oder eines einfacheren Kleidungsstücks aus diesem Material;
  • das Einreiben des Körpers mit einer magischen Salbe;
  • das Trinken von Flüssigkeiten unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. wenn es aus dem Abdruck einer Tierpfote stammt, oder durch Rezitieren einer magischen Formel);
  • Exkommunikation aus der Kirche

Ebenso gab es viele verschiedene Methoden, einen Werwolf zu heilen, auch wenn viele dieser Mittel den Tod des Patienten zur Folge hatten. Darunter zählen unter anderem:

  • Behandlung mit Wolfsbann oder Tollkirschen;
  • Exorzismus;
  • chirurgische Methoden;
  • das dreimalige Anrufen des Werwolfs bei seinem Taufnamen (Schleßwig-Holstein);
  • einen Werwolf auszuschimpfen (Dänemark)

Die heutige Form des Werwolfes wurde durch die Horrorfiktionen des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt. Einige Merkmale dieser Version - die humanoide Wolfform und die alleinige Verwundbarkeit durch Silber - wurden mit großer Wahrscheinlichkeit vom Film The Wolf Man geprägt, in welcher der Werwolf mit einem Stock erschlagen wird, dessen Knauf aus Silber besteht. Davor findet sich keine Beschreibung in der Folklore, in welcher dem Werwolf eine besondere Verwundbarkeit durch dieses Material nachgesagt wird.

Werwölfe in TMNTBearbeiten

Mirage ComicsBearbeiten

Archie ComicsBearbeiten

In den Archie Comics kommt ein werwolfähnlicher Charakter namens Dreadmon vor. Dieser war ein aus Südafrika stammender und in Jamaica aufgewachsener Teenager, der sich mit Diebstählen am Leben hielt, bis er eines Tages einen magischen Talisman stahl, der ihn seine Werwolfsgestalt gab. Dreadmon ist zudem mit Superschnelligkeit ausgestattet.

FilmeBearbeiten

In Turtles II – Das Geheimnis des Ooze lässt Shredder lässt Wolfswelpen und eine Babyschnappschildkröte mit Ooze mutieren, in der Hoffnung stärkere Krieger zu bekommen. Zwar mutieren sie zu mächtigen Mutanten, aber befinden sich geistig in der Stufe von Kleinkindern. Zunächst wollte Shredder sie vernichten, doch weil sie mit großer Körperkraft ausgestattet sind, entschloss er sie doch im Kampf gegen die Turtles einzusetzen.

1987 SerieBearbeiten

In der 1987iger Zeichentrickserie werden die Turtles in der Episode "Jagd auf die Mutanten" mit den dortigen Versionen von Rahzar und Tokka konfrontiert.

2012 SerieBearbeiten

In der Episode "Mikey Gets Shellacne" fällt Chris Bradford (alias Dogpound) während eines Gefechts mit Michelangelo in einen Mutagentank und verwandelt sich in eine werwolfartige Kreatur, die von Michelangelo den Namen Rahzar erhält.

SpielzeugBearbeiten

1993 kam eine Turtles-Actionfigur heraus, die Leonardo als Wolfsmensch (basierend auf dem Film Der Wolfsmensch von 1941) darstellt. Diese Figur war Teil eines Hommage-Projekts an klassische Gruselfilme, mit dem Titel Universal Studios Monsters.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tales of TMNT Vol.2 #7
  2. Tales of TMNT Vol.2 #39

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